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Nach einjähriger Pause fand am 23. Juni 2026 in den Räumlichkeiten der Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund am Berliner Tiergarten wieder der traditionelle Parlamentarische Abend des Reservistenverbandes (VdRBw) mit dem neu gewählten Präsidium statt. Verbandspräsident Bastian Ernst MdB konnte am Abend mehr als 250 Gäste aus Politik, Bundeswehr und Gesellschaft begrüßen. Das Motto des Abends lautete „Deutschland geht voran. Die Reserve: Stärke, die abschreckt – Resilienz, die trägt“.
Zu Beginn der Veranstaltung stellte Bastian Ernst die strategischen Schwerpunkte des im April gewählten neuen Präsidiums vor: ein Angebot für junge Menschen, eine stärkere Einbindung von Frauen und der Brückenschlag zwischen Bundeswehr, Reserve und Gesellschaft. Die Vorbereitung der Gründung einer „Jungen Reserve“ verdeutlicht vor diesem Hintergrund das Ziel, eine Plattform für junge Menschen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren zu schaffen, auf der für sie die Möglichkeit geschaffen wird, eigene thematische Schwerpunkte zu setzen und sich untereinander auszutauschen. Auch der Aspekt der Personalgewinnung spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht Oberstlt d.R. Roderich Thien und Vereinsrepräsentant OLt d.R. Hans Neff am Lachen-Helfen-Stand.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hob in seiner anschließenden Rede vor dem Hintergrund der seit einigen Jahren kontinuierlich zunehmenden sicherheitspolitischen Bedrohungen die notwendige Erzeugung und Intensivierung von Abschreckung hervor, bei der gerade auch eine starke Reserve von besonderer Bedeutung ist. Sie muss schnell verfügbar, gut ausgebildet und engstens mit der aktiven Truppe verbunden sein. Ein zentraler Punkt hierbei ist, dass noch in diesem Jahr das Reservistenstärkungsgesetz auf den Weg gebracht wird, in dem alle relevanten Vorschriften für das Zielbild der kommenden Jahre enthalten sein werden.
Insbesondere für demokratische Gemeinwesen sind auch humanitäre Aspekte bei der Entwicklung von Wehrfähigkeit von besonderer Bedeutung. Diesen Grundsatz verkörpert in besonderem Maße unser Verein Lachen Helfen, der sich seit mittlerweile 30 Jahren intensiv und erfolgreich um notleidende Kinder in den Kriegs- und Krisengebieten kümmert, in denen deutsche Soldaten und Polizisten zum Einsatz kommen. Das hob auch Verteidigungsminister Boris Pistorius in einem Gespräch hervor, das er am Lachen-Helfen-Infostand mit den Vereinsvertretern Roderich Thien und Hans Neff führte. Weitere Entwicklungen und aktuelle Hilfsprojekte unseres Vereins erörterten zudem zahlreiche Besucher im Umfeld unseres Informationsstandes im Anschluss an die offizielle Vortragsveranstaltung.
