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Vielen Dank Christa Strothe


  Eine Ära geht zu Ende– Frau Strothe geht, deutlich später als viele andere Mitbürger in diesem Lande – in den verdienten Ruhestand! Wir hoffen, dass sie uns dennoch „erhalten” bleibt und wünschen ihr alles Gute.

Vielen Dank Christa Strothe – eine Ära geht zu Ende!

Liebe Frau Strothe,

eine Ära geht zu Ende! Als zu Beginn dieses Jahrtausends Lachen Helfen e.V. in der Essener Gustav-Heinemann-Kaserne noch so etwas wie eine kleine, aber einem größeren Kreise von Soldaten schon bekannte „Sachspenden-Sammelstelle“ war, suchten wir jemanden, der uns auf unserer neuen Geschäftsstelle, die soeben vom damaligen 1. Vorsitzenden Hauptmann Lückmann ins Leben gerufen worden war, verlässlich unterstützen könnte.

                

Frau Biggemann, unser 1. Schatzmeister, sagte zu Dr. König, unserem damaligen 2. Vorsitzenden, und zu mir: „Ich kenn’ da jemanden, der uns bestimmt eine große Hilfe sein wird!“ Gesagt – getan, damit liebe Frau Strothe waren Sie seitdem bei uns im „Geschäft“ – und das im wahren Sinne des Wortes! Sie waren fortan über viele Jahre die erste Ansprechstelle in unserer Bundesgeschäftsstelle und gaben unserem Verein ein „Gesicht“ und eine „Stimme“. Diese ersten Jahre waren geprägt von unseren „Lachen-Helfen-Feldwebeln“ auf dem Balkan, zu denen Sie häufig – und von Kontingent zu Kontingent vielfach wiederholt – eine ganz besonders enge, zum Teil sogar sehr persönliche Beziehung aufbauten, und das zum Wohle unseres noch jungen humanitären Vereins, der durch Sie zu den Soldaten in den Einsatzländern einen intensiven zwischenmenschlichen Kontakt aufbauen konnte.

In dieser Zeit haben Sie maßgeblich unsere damaligen Schwerpunktaktionen koordiniert und auf den Weg gebracht: die vielen Sachspendentransporter, immer unterwegs mit stattlichen „Vierzigtonnern“, die dank Ihrer präzisen Planung häufig bis in den letzten Winkel voll gepackt waren und sicher in Bosnien-Herzegowina, in Mazedonien oder im Kosovo ans Ziel kamen und tausenden von Kindern die so notwendige Hilfe und Unterstützung brachten. Aber auch uns Vorstandsmitgliedern und vielen anderen Vereinsmitgliedern sowie Partnern im In- und Ausland haben Sie auf die unterschiedlichste Weise immer hilfreich und verlässlich zur Verfügung gestanden. Diese Hilfe ging sehr häufig weit über Ihre eigentlich Dienstzeit und die „Kerngeschäfte“ auf unserer Dienststelle hinaus. Ich denke hier nur an die sehr große Zahl von Benefizveranstaltungen, die häufig am Abend oder am Wochenende stattfanden und bis heute noch stattfinden.

Darüber hinaus haben Sie zwei Umzüge unserer „Zentrale“ mitgemacht: zuerst von der Essener Gustav-Heinemann-Kaserne nach Düsseldorf in die Reitzenstein-Kaserne und dann an den Rand der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, in die Bergische Kaserne, wo unser Verein zur Zeit immer noch beheimatet ist. Sie haben stets mit dafür gesorgt, dass die Schaltzentrale des Vereins schnell wieder einsatzbereit war und ihre humanitären Aufgaben erfüllen konnte. Um kleine wie große Sorgen haben Sie sich in dieser Zeit gekümmert und dabei schwierige Situationen erlebt und gemeinsam mit uns gemeistert, aber auch einige Highlights miterleben dürfen: den 100. Spenden-Lkw, den 150.000-Euro-Gewinn von Barbara Eligmann und Wigald Boning und unsere 10-Jahr-Feier, um nur einige Höhepunkte zu nennen.

Liebe Frau Strothe, wir haben uns in dieser Zeit an Sie gewöhnt und ich glaube, auch Sie an uns. Sie waren immer da, wenn Sie gebraucht wurden und Sie haben Ihre Aufgaben stets mit großer Freude und vollem Engagement bewältigt. Manche haben natürlich auch Ihren Zorn und Ihre Verachtung zu spüren bekommen, wenn sie nicht so gespurt haben, wie das im Sinne des Vereins, aber auch nach Ihren eigenen Vorstellungen gewünscht gewesen wäre. Auf jeden Fall haben Sie Ihrem Wirken für die gute Sache einen ganz persönlichen „Stempel“ aufgesetzt.

Nun, liebe Frau Strothe, geht diese Ära zu Ende und Sie gehen – deutlich später als viele andere Mitbürger in diesem Lande – in den verdienten Ruhestand! Es wird nicht ganz leicht für uns werden, unsere Arbeit von nun an ohne Sie zu bewältigen, aber ich glaube, auch Ihnen wird dieser Einschnitt nicht so ganz leicht fallen. Wir hoffen aber, dass Sie uns dennoch „erhalten“ bleiben, dass Sie, wann immer Sie mögen und Zeit haben, an Veranstaltungen des Vereins teilnehmen werden und vielleicht hier und da ehrenamtlich einspringen, wenn wir Hilfe benötigen.

Nun ist es an der Zeit, Ihnen für den soeben beschriebenen unermüdlichen Einsatz, aber auch für Ihre Leistung in den zurückliegenden Jahren von ganzem Herzen zu danken. Dies tue ich stellvertretend für alle Vereinsmitglieder, für die vielen Soldaten und zivilen Bediensteten der Bundeswehr, für unsere Partner, Sponsoren und Förderer, im ganz besonderen Maße aber im Namen der gewaltigen Zahl der Not leidenden Kinder in den Einsatzländern unserer Streitkräfte, denen auch und gerade durch Ihre Arbeit in so vielen Fällen geholfen werden konnte.
Liebe Frau Strothe, Sie haben sich um diese Kinder und um unseren Verein verdient gemacht – eine höhere Auszeichnung hat es auch im alten Rom nicht gegeben! Wir wünschen Ihnen nun alles Gute für die Zukunft und dass der Kontakt zu uns allen nicht abreißen möge.



In Dankbarkeit und mit herzlichen Grüßen Ihr
(Roderich Thien, 1. Vorsitzender Lachen Helfen e.V.)
 



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