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Kooperation lebt! Polizisten aus Rheinland-Pfalz und KFOR-Soldaten helfen gemeinsam


  Prizren, Kosovo. Bei einem schrecklichen Verkehrsunfall im Jahr 2004 wurde die damals vierjährige Albulena im Kosovo angefahren und schwer verletzt. Ohne Spezialbehandlung im Ausland drohte die Amputation des Beines.

Bei einem Monatseinkommen von 170 Euro konnte die sechsköpfige Familie die kostspielige Behandlung nicht finanzieren. Der Polizeibeamte Markus Sicius von der Landespolizei Rheinland-Pfalz, damals im Rahmen seiner Auslandsverwendung im Kosovo, half sofort. Mit Unterstützung des Rheinland-pfälzischen Innenministeriums und der evangelischen Polizeiseelsorge wurden Überführung und Behandlung im Stiftungsklinikum Koblenz ermöglicht.

Die Betreuung von Albulena und ihrer Familie im Kosovo, sowie die Organisation der erforderlichen Weiterbehandlungen in Deutschland übernahmen ebenfalls die Landespolizisten. Maßgeblich daran beteiligt sind bis heute die Polizeibeamten Markus Sicius, Michael Vester, Daniela Schreiner, Nicole Barth und Bernd Hoffmann aus unterschiedlichen rheinland-pfälzischen Dienststellen.

Um die aufwendigen Reisen, Aufenthalte und die entstehenden Kosten zu verringern wurde am 12. Juni beim Rheinland-Pfalz-Tag im Gespräch zwischen dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Karl Peter Bruch, unserem Repräsentanten Hauptmann Peter Olf und den Polizisten Vester und Sicius vereinbart, die dringend erforderliche Verlaufskontrolle im deutschen Feldlazarett im Feldlager Prizren zu beantragen. Kurze Wege, guter Wille der Beteiligten und der direkte Kontakt der vor Ort eingesetzten Polizisten und Soldaten führten zum gewünschten Ergebnis.

Damit wurde die Kooperation zwischen Landespolizei und Lachen Helfen e.V. erstmals umgesetzt und von unseren Vorstandsmitgliedern Peter Olf und Bernhard Lohner „Herzenssache-Projekt“ getauft. Ende August wurde die kleine Albulena im Kosovo Flottilienarzt Dr. Albrecht Bettermann zur Untersuchung vorgestellt. Das traurige Ergebnis: ein weiterer Eingriff im Stiftungsklinikum oder im Bundeswehrzentralkrankenhaus ist zwingend erforderlich und wird zur Zeit in Angriff genommen. Soldaten und Polizisten bitten hierfür dringend um Spenden!


Abulena in Begleitung ihres Vaters Nazim Rexhepi (hi re) mit den Polizisten der EULEX Mission Daniela Schreiner und Bernhard Hoffmann nach der Untersuchung durch Flottilienarzt Dr. Albrecht Bettermann (hi li) im Feldlazarett in Prizen, Kosovo.

 
Albulena mit Hauptmann Thönnissen vor dem Feldlazarett in Prizren, KOSOVO

 
Albulena mit Flottilienarzt Dr. Albrecht Bettermann im Untersuchungsraum


Innenminister Karl Peter Bruch, Hauptmann Peter Olf und Polizeihauptkommisar Michael Vester (re.) erörtern das weitere Vorgehen im Falle der kleinen Albulena



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