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Geleitwort des Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP)




(Foto: Konrad Freiberg)
 

Seit nunmehr 20 Jahren werden deutsche Polizistinnen und Polizisten auch in internationalen Missionen im Ausland eingesetzt.

So wie hierzulande liegt auch dort ihrer Arbeit das Prinzip einer bürgernahen und zivilen Polizei zugrunde. Sie haben sich in den Missionsgebieten Anerkennung und das Vertrauen der Bevölkerung erworben - die Grundlage rechtsstaatlicher Polizeiarbeit schlechthin. Neben der präventiven und repressiven Polizeiarbeit bringen sie sich bei der Reformierung von Organisation und Ausbildung der örtlichen Polizeien ein, schützen deutsche Botschaften und nehmen Aufgaben des Personenschutzes bei deutschen Politikern im Ausland wahr.

Polizistinnen und Polizisten sind kein Ersatz für militärische Kräfte. Sie sind jedoch in der Lage alltägliche Konflikte zu lösen, sowie Beweismittel gegen Kriegsverbrecher zu finden und zu sichern. Sie wissen, wie ein Verkehrsunfall aufgenommen, Streit zwischen Familien geschlichtet und wie eine zivile „Alltagspolizei“ zu organisieren ist.

Auch wenn friedliche Polizeieinsätze im Vergleich zu den unfriedlichen deutlich überwiegen, handelt es sich um keine leichte Aufgabe. Deshalb kommt man auch zu dem Ergebnis, dass in den Missionen gut ausgebildete Schutz- und Kriminalbeamte der Bundespolizei, vom Bundeskriminalamt und der Länderpolizeien erforderlich sind.

Aus vielen Krisengebieten wissen wir, wie sehr sich die Menschen nach Beendigung von Willkür und Gewaltherrschaft sehnen. Ohne die Unterstützung und enge Zusammenarbeit mit der Bundeswehr könnte die Polizei ihren Teil der gemeinsamen Aufgabe nicht meistern. Mit der vollzogenen Integration der Deutschen Polizeibeamtinnen und –beamten in Lachen Helfen e.V. drücken Bundeswehr und Polizei auch in ihrem ehrenamtlichen Engagement aus, wovon sie in ihren Auslandsmissionen nicht abrücken werden: Den betroffenen Menschen in den Kriegs- und Krisenregionen zu Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zu verhelfen.

Kinder sind überall auf der Welt die wehrlosen Opfer von Krieg und Krisen. Nicht nur für Polizeibeamtinnen und -beamte gehören Ereignisse, bei denen Kinder verunglückt, misshandelt oder getötet werden, zu den schwersten Einsätzen überhaupt.

Als Mütter und Väter können sie es nicht verwinden, auf hungernde und vernachlässigte Kinder zu treffen, denen der Schulbesuch oder die Behandlung ihrer Verletzungen und Krankheiten versagt sind, oder denen Krieg und Gewalt Eltern und Angehörige genommen haben.

Lachen Helfen e.V. stützt mit seinen Projekten die nachwachsende Generation in den betroffenen Gebieten auf ihrem Weg in ein normales Leben. Damit unterstreichen Bundeswehr wie Polizei den zivilen Aufbau als das erklärte Ziel ihrer gemeinsamen Arbeit in Auslandsmissionen.
 

Konrad Freiberg
Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei
 

 

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 © 2010, Lachen Helfen e. V.

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